Steckbrief – Hafer

22 Feb

Hafer

  • Ist besonders leicht verdaulich,
  • Senkt den Blutzuckerspiegel, wegen seines niedrigen glykämischen Index – Beta Glucan (s. unten) wirkt zudem regulierend auf den Blutzuckerspiegel (Stichwort Haferkur – bei Diabetes Typ 2)
  • Senkt den Cholesterinspiegel – Beta Glucan s. unten
  • glutenarm
  • extrem nährstoffreich.

Hafer gilt als das ernährungsphysiologisch wertvollste Getreide, übertrifft als Energiespender alle anderen Getreidearten und ist prallvoll mit gesunden Stoffen:

100 Gramm Hafer setzen sich zusammen aus:

12 Gramm Protein

(enthält 6 von den 9 essentiellen Aminosäuren – Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin und Valin.)

13 Gramm Wasser

7,1 Gramm Fett (davon 20% gesättigte Fettsäure)

59,2 Gramm Kohlenhydrate

6,2 Gramm Ballaststoffe – davon 3 g Beta-Glucane

(Beta-Glucane senken den Cholesterinspiegel (da sie Gallensäure binden) und regulieren den Blutzuckerspiegel bei Typ 2 Diabetes

2,9 Gramm Mineralstoffe

Beta-Glucane und Schleimstoffe der Glucane sind sehr empfindlich und werden durch ein Enzym im Hafer rasch abgebaut.

An Mineralstoffen enthält der Hafer sehr reichlich:

Kalium, Magnesium, Eisen, Calcium, Zink, Silicium und Phosphor

An Vitaminen hat er zu bieten:

  • Reich an Biotin Haut, Haar & Nerven    
  • B1 Nervenvitamin                               
  • B6 Nervenvitamin                               
  • Vitamin E                 Antioxidans

Da Hafer viele Kalorien hat – 100 Gramm bringen es auf etwa 337 Kalorien (kcal) – sind Haferprodukte vor allem bei Sportlern beliebt: Sie liefern viel Energie ohne den Magen nennenswert zu belasten.

WICHTIG – Industriell hergestellte Haferflocken bzw. Müslis sind immer behandelt,

weil sie durch den hohen Fettanteil sonst nicht lange gelagert werden könnten, sondern schnell ranzig würden.

Das Getreide wird gedarrt. Es wird zuerst mehrere Stunden mit Dampf, dann mit trockener Hitze behandelt. Durch die Hitze werden die fettspaltenden Enzyme deaktiviert. Und gleichzeitig auch alle anderen wertvollen Enzyme. Da Enzyme aus Aminosäuren bestehen, werden sie bei einer Temperatur von über 42° zerstört.
Auch die hitzeempfindlichen B-Vitamine (die übrigens notwendig für den Stoffwechsel von Zucker sind), werden auch zerstört.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.